SERIENKILLER

Tatzeitraum & Opfer

Aktiv von 1990
Bis 1990
Bestätigte Opfer 3
Vermutete Opfer 21
Aktionsradius Texas, Mississippi, Louisiana
Opfergruppen Kinder, Jugendliche

Modus Operandi & Motive

Modus Operandi Ansprechen, Vertrauen gewinnen, sexueller Missbrauch
Hauptmotive Pädophile Interessen

Rechtliches

Festnahmejahr 1997
Haftform Gefängnis
Bild 1
Bei dem gezeigten Foto handelt es sich um ein sogenanntes Mugshot (polizeiliches Erkennungsfoto), das im Rahmen behördlicher Maßnahmen erstellt wurde. Die urheberrechtliche Situation solcher Bilder ist nicht immer eindeutig geklärt. Einige Mugshots – insbesondere von US-Bundesbehörden – können gemeinfrei sein, während andere Einschränkungen unterliegen.

Das Bild wird hier ausschließlich zu dokumentarischen und zeitgeschichtlichen Zwecken im Rahmen der Berichterstattung verwendet.


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Donald Leroy Evans wurde am 5. Juli 1957 in Watervliet im US-Bundesstaat Michigan geboren. Über seine frühen Jahre ist nur wenig gesichert dokumentiert, doch klar ist, dass er bereits in jungen Jahren durch Sexualdelikte auffiel. Was zunächst wie einzelne Straftaten wirkte, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer Serie von Verbrechen, die sich über mehrere Bundesstaaten erstreckte.

Evans führte ein unstetes Leben. Er reiste durch den Süden der Vereinigten Staaten, unter anderem durch Texas, Louisiana und Mississippi. Dabei bewegte er sich oft unauffällig von Ort zu Ort – ohne festen Wohnsitz, ohne langfristige Bindungen. Diese Mobilität machte es Ermittlern später besonders schwer, seine Taten zu rekonstruieren.

Seine Opfer waren Jungen, häufig aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Evans sprach sie gezielt an und nutzte ihr Vertrauen oder einfache Gelegenheiten, um Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Die Taten folgten stets dem gleichen Muster: Zunächst kam es zum sexuellen Missbrauch, anschließend wurde das Opfer ermordet, meist durch Strangulation oder Ersticken.

1997 wurde Evans in Texas schließlich festgenommen – zunächst wegen der Entführung und des sexuellen Missbrauchs eines Jungen. Während der Verhöre begann er jedoch zu gestehen. Schritt für Schritt offenbarte er eine Serie von Taten, die sich über Jahre hinweg ereignet haben sollen. Insgesamt gab er an, mindestens 21 Jungen getötet zu haben.

Die Ermittler überprüften seine Aussagen so gut wie möglich. In einigen Fällen führten seine Angaben zu konkreten Beweisen oder bestätigten bestehende Vermisstenfälle. Dennoch blieb ein Großteil seiner Geständnisse unüberprüfbar. Die Spuren lagen oft Jahre zurück und viele Hinweise waren vage oder nicht mehr nachvollziehbar.

Es ist gesichert, dass Evans mehrere Jungen ermordete. Doch bevor alle seine Aussagen juristisch aufgearbeitet werden konnten, kam es zu einem abrupten Ende: Im Jahr 1999 wurde er in einem Gefängnis in Mississippi von einem Mithäftling erstochen.

Mit seinem Tod verschwanden auch viele Antworten. Zurück blieb ein Täter, der mehr Morde gestand, als ihm zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten, sowie eine unbekannte Zahl möglicher Opfer, deren Schicksal bis heute ungeklärt ist.


Weitere dokumentierte Hinweise

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Die nachweislichen Taten
Es ist gesichert, dass Donald Leroy Evans für mindestens drei Morde verantwortlich war, auch wenn die genaue Zahl seiner Opfer bis heute nicht abschließend geklärt werden konnte. Einer dieser nachgewiesenen Fälle ereignete sich im Bundesstaat Texas. Dort wurde Evans überführt, nachdem er einen Jungen sexuell missbraucht und anschließend getötet hatte. Die Tat stammt aus den 1990er Jahren und gilt als einer der am besten belegten Fälle, die seine Vorgehensweise dokumentieren.

Ein weiterer Mord konnte ihm im Bundesstaat Mississippi zugeordnet werden. Auch hier handelte es sich um ein männliches Opfer, das noch minderjährig war. Die Ermittlungen bestätigten den Zusammenhang zu Evans. Dabei zeigte sich ein nahezu identisches Tatmuster: gezielte Kontaktaufnahme, sexueller Missbrauch und anschließende Tötung.

Darüber hinaus wurde Evans ein dritter Mordfall aus den Südstaaten, vermutlich im Raum Louisiana oder Texas, zugeschrieben. Die Zuordnung erfolgte auf Grundlage seiner Aussagen und vorhandener Beweisanhaltspunkte. Allerdings sind die Details zu diesem Fall nur begrenzt dokumentiert. Dennoch entspricht auch dieser Mord dem typischen Vorgehen, das sich durch seine bekannten Taten zieht.

Diese drei Fälle bilden die gesicherte Grundlage der Ermittlungen. Alles Weitere basiert überwiegend auf Evans’ eigenen Geständnissen. Diese Aussagen konnten zum Teil überprüft werden, viele blieben jedoch ungeklärt.

2

Kriminalpsychologisches Täterprofil
Donald Leroy Evans entspricht dem typischen Profil eines reisenden, sexuell motivierten Serienmörders, dessen Taten eng mit Pädophilie und eskalierendem Gewaltverhalten verknüpft sind.

Bereits in früheren Jahren fiel er durch Sexualdelikte an Minderjährigen auf. Diese frühen Straftaten deuten auf eine langfristig verankerte sexuelle Devianz hin, die sich im Laufe der Zeit weiter verstärkte. Aus kriminalpsychologischer Sicht ist dies ein klassischer Verlauf: anfängliche Übergriffe, gefolgt von einer zunehmenden Eskalation bis hin zu tödlicher Gewalt.

Evans’ Opferwahl war nicht zufällig. Er suchte gezielt nach Jungen, die sich in verletzlichen oder instabilen Lebenssituationen befanden. Dieses Verhalten spricht für eine ausgeprägte opportunistische Strategie, kombiniert mit der Fähigkeit, schnell Vertrauen aufzubauen. Seine Vorgehensweise erforderte zumindest oberflächliche soziale Anpassungsfähigkeit, was auf eine manipulative Persönlichkeit hindeutet.

Das wiederkehrende Tatmuster – Kontaktaufnahme, sexueller Missbrauch und anschließende Tötung – lässt auf instrumentelle Gewaltanwendung schließen. Die Tötung diente dabei höchstwahrscheinlich mehreren Zwecken:
• Verdeckung der vorangegangenen Straftat
• Kontrolle über das Opfer
• mögliche psychosexuelle Befriedigung durch Macht und Dominanz

Typische Merkmale eines sogenannten „transienten Täters“ sind seine Mobilität, das Leben ohne festen Wohnsitz und das Reisen zwischen mehreren Bundesstaaten. Diese Tätergruppe entzieht sich gezielt langfristigen Bindungen und erschwert dadurch Ermittlungen erheblich. Gleichzeitig deutet dieses Verhalten auf eine instabile Lebensstruktur sowie eine fehlende soziale Integration hin.

Auch die Tatsache, dass Evans nach seiner Festnahme zahlreiche Morde gestand, ist kriminalpsychologisch relevant. Solche umfangreichen Geständnisse können unterschiedliche Motive haben:
• Bedürfnis nach Aufmerksamkeit oder Kontrolle
• Versuch, die eigene Bedeutung zu erhöhen
• teilweise auch tatsächliche Offenlegung bislang unentdeckter Taten

Da jedoch nicht alle seine Angaben überprüfbar waren, bleibt unklar, inwieweit seine Aussagen der Realität entsprechen.

Insgesamt ergibt sich das Bild einer Persönlichkeit mit starken antisozialen Zügen:
• mangelnde Empathie
• fehlendes Schuldgefühl
• wiederholte Missachtung sozialer Normen
• ausgeprägte Bereitschaft zur Gewalt


Donald Leroy Evans lässt sich kriminalpsychologisch am ehesten als sexuell motivierter Serienmörder mit pädophiler Ausrichtung und antisozialer Persönlichkeitsstruktur einordnen. Hinzu kommt ein mobiles, schwer fassbares Täterverhalten.

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