Tatzeitraum & Opfer
Modus Operandi & Motive
Rechtliches
Das Bild wird hier ausschließlich zu dokumentarischen und zeitgeschichtlichen Zwecken im Rahmen der Berichterstattung verwendet.
Empfehlungen zu Donald Leroy Evans
Donald Leroy Evans wurde am 5. Juli 1957 in Watervliet im US-Bundesstaat Michigan geboren. Über seine frühen Jahre ist nur wenig gesichert dokumentiert, doch klar ist, dass er bereits in jungen Jahren durch Sexualdelikte auffiel. Was zunächst wie einzelne Straftaten wirkte, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer Serie von Verbrechen, die sich über mehrere Bundesstaaten erstreckte.
Evans führte ein unstetes Leben. Er reiste durch den Süden der Vereinigten Staaten, unter anderem durch Texas, Louisiana und Mississippi. Dabei bewegte er sich oft unauffällig von Ort zu Ort – ohne festen Wohnsitz, ohne langfristige Bindungen. Diese Mobilität machte es Ermittlern später besonders schwer, seine Taten zu rekonstruieren.
Seine Opfer waren Jungen, häufig aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Evans sprach sie gezielt an und nutzte ihr Vertrauen oder einfache Gelegenheiten, um Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Die Taten folgten stets dem gleichen Muster: Zunächst kam es zum sexuellen Missbrauch, anschließend wurde das Opfer ermordet, meist durch Strangulation oder Ersticken.
1997 wurde Evans in Texas schließlich festgenommen – zunächst wegen der Entführung und des sexuellen Missbrauchs eines Jungen. Während der Verhöre begann er jedoch zu gestehen. Schritt für Schritt offenbarte er eine Serie von Taten, die sich über Jahre hinweg ereignet haben sollen. Insgesamt gab er an, mindestens 21 Jungen getötet zu haben.
Die Ermittler überprüften seine Aussagen so gut wie möglich. In einigen Fällen führten seine Angaben zu konkreten Beweisen oder bestätigten bestehende Vermisstenfälle. Dennoch blieb ein Großteil seiner Geständnisse unüberprüfbar. Die Spuren lagen oft Jahre zurück und viele Hinweise waren vage oder nicht mehr nachvollziehbar.
Es ist gesichert, dass Evans mehrere Jungen ermordete. Doch bevor alle seine Aussagen juristisch aufgearbeitet werden konnten, kam es zu einem abrupten Ende: Im Jahr 1999 wurde er in einem Gefängnis in Mississippi von einem Mithäftling erstochen.
Mit seinem Tod verschwanden auch viele Antworten. Zurück blieb ein Täter, der mehr Morde gestand, als ihm zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten, sowie eine unbekannte Zahl möglicher Opfer, deren Schicksal bis heute ungeklärt ist.