SERIENKILLER

Tatzeitraum & Opfer

Aktiv von 1960
Bis 1970
Bestätigte Opfer 65
Vermutete Opfer 300
Aktionsradius Abul Djabar
Opfergruppen Junge Männer

Modus Operandi & Motive

Modus Operandi Vergewaltigung, Erdrosseln
Hauptmotive Ungeklärt

Rechtliches

Festnahmejahr 1970
Urteil Todesstrafe
Haftform Gefängnis
Hinrichtungsjahr 1970
Bild 1
Zu diesem Täter gibt es leider kein gemeinfreies Foto.


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Abul Djabar – Der „Turban-Mörder“ von Kabul
In den 1960er-Jahren wurde die afghanische Hauptstadt Kabul von einer Mordserie erschüttert, die lange Zeit ungeklärt blieb. Junge Männer und Jungen verschwanden spurlos. Später wurden ihre Leichen an abgelegenen Orten gefunden, oft mit deutlichen Spuren von Gewalt. Hinter den Taten steckte ein Mann: Abul Djabar, der später als einer der brutalsten Serienmörder der afghanischen Kriminalgeschichte bekannt wurde.

Die Opfer
Die Opfer waren überwiegend junge Männer oder minderjährige Jungen aus armen Verhältnissen. Viele von ihnen waren auf der Suche nach Arbeit oder allein unterwegs, als sie auf Djabar trafen. Er nutzte ihre Situation aus, indem er sie mit Arbeitsangeboten oder anderen Vorwänden an abgelegene Orte außerhalb der Stadt lockte. Dort begann der tödliche Ablauf.

Der grausame Modus Operandi
Nachdem Djabar seine Opfer isoliert hatte, vergewaltigte er sie. Anschließend tötete er sie, indem er ihre eigenen Turbane als Strangulationswerkzeug verwendete. Der Turban besitzt in Afghanistan eine starke kulturelle Bedeutung und gilt als Symbol von Würde und Ehre. Gerade deshalb löste diese Mordmethode große Empörung und Entsetzen in der Bevölkerung aus. Aufgrund dieser Vorgehensweise erhielt Djabar später die Beinamen „Turban-Mörder“ und „Turban Strangler“.

Der Justizirrtum
Die Mordserie blieb lange ungelöst. In dieser Zeit nahm die Polizei mehrere Verdächtige fest. Mindestens zwei Männer wurden für einige der Morde verurteilt und hingerichtet, bevor die Identität des Täters aufgedeckt wurde. Erst später stellte sich heraus, dass sie unschuldig waren. Dieser Justizirrtum zählt zu den dunkelsten Kapiteln des Falls.

Die Festnahme
Die Mordserie endete schließlich im Jahr 1970. Abul Djabar wurde auf frischer Tat ertappt, als er versuchte, ein weiteres Opfer zu töten. Damit war der Mann entlarvt, der jahrelang für Angst in Kabul gesorgt hatte.

Opferzahlen
Während der Ermittlungen konnten Djabar mindestens 65 Morde nachgewiesen werden. Ermittler vermuten jedoch, dass die tatsächliche Zahl der Opfer deutlich höher liegt. In einigen Berichten wird er mit über 300 Morden in Verbindung gebracht. Diese Zahl basiert jedoch auf Vermutungen und ungeklärten Vermisstenfällen.

Prozess und Hinrichtung
Nach seiner Festnahme wurde Djabar vor Gericht gestellt. Das Urteil fiel eindeutig aus: Todesstrafe. Am 21. Oktober 1970 wurde Abul Djabar in Kabul durch Erhängen hingerichtet. Damit endete eine der grausamsten Mordserien in der Geschichte Afghanistans.

Tatorte und Fundorte der Opfer
Die meisten der bekannten Opfer wurden in der Umgebung von Kabul gefunden. Einige Leichen wurden in abgelegenen Gebieten außerhalb der Stadt entdeckt. Andere wurden erst Tage oder Wochen nach ihrem Verschwinden aufgefunden. Daher konzentrierten sich die Ermittlungen lange auf mehrere mögliche Täter. Aufgrund der verstreuten Fundorte fiel es der Polizei zunächst schwer, die Mordserie als Werk eines einzelnen Täters zu erkennen.

Zeitraum der Mordserie
Der genaue Beginn der Mordserie ist nicht dokumentiert. Historiker gehen jedoch davon aus, dass Djabar mehrere Jahre lang aktiv war, bevor er im Jahr 1970 festgenommen wurde. Viele Fälle aus den späten 1960er-Jahren werden heute rückblickend mit ihm in Verbindung gebracht.

Geständnisse
Nach seiner Festnahme soll Djabar mehrere Morde gestanden haben. Die genaue Zahl dieser Geständnisse ist in den vorhandenen Quellen jedoch nicht eindeutig überliefert.

Historische Bedeutung des Falls
Der Fall gilt als einer der größten Serienmordfälle in der Geschichte Afghanistans und ist einer der wenigen dokumentierten Serienmordfälle des Landes im 20. Jahrhundert. Aufgrund fehlender Archive und der politischen Umbrüche in Afghanistan nach den 1970er-Jahren sind viele Ermittlungsakten vermutlich verloren gegangen.


Trotz der Schwere der Taten sind viele grundlegende Informationen bis heute unbekannt:
• genaues Geburtsdatum
• Geburtsort
• Familie oder Herkunft
• Beruf
• Kindheit und Jugend
• psychologische Gutachten

Selbst Fotos oder offizielle Polizeibilder von Djabar sind heute äußerst selten und möglicherweise nicht in öffentlichen Archiven vorhanden.


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