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Dean Arnold Corll
The Candy Man
Geboren: 24.12.1939 in Fort Wayne, Indiana, USA
Gestorben: 08.08.1973 Nationalität: US amerikanisch Land: USA
Tatzeitraum & Opfer
Aktiv von1970
Bis1973
Bestätigte Opfer28
AktionsradiusHouston, Texas, USA
OpfergruppenJungen/Junge Männer zwischen 13–20 Jahren, Mehrheitlich aus Arbeiterfamilien, viele kannten Corll oder seine Komplizen, einige galten zunächst als Ausreißer
Modus Operandi & Motive
Modus OperandiGeplantes Anlocken, Fesseln, Missbrauch, Tötung, systematische Vergrabung
HauptmotiveSexualisierte Gewalt kombiniert mit Kontrolle und Machtausübung
Rechtliches
UrteilVom Komplizen erschossen
Quelle: U.S. Army (Public Domain, 17 U.S.C. §105)
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Dean Arnold Corll
Alias: „The Candy Man“
Dean Arnold Corll wurde am 24. Dezember 1939 in Fort Wayne, Indiana, geboren. Seine Eltern trennten sich früh und er hatte eine von häufigen Umzügen geprägte Kindheit. In den 1950er-Jahren zog die Familie nach Houston, Texas, wo Corll den Großteil seines späteren Lebens verbrachte. Er galt als ruhiger, höflicher und unauffälliger junger Mann. In der Schule wurde er als schüchtern und durchschnittlich beschrieben. Nach einem kurzen Militärdienst in der US-Armee kehrte er nach Houston zurück.
In den 1960er-Jahren arbeitete er im Süßwarengeschäft seiner Mutter im Stadtteil Houston Heights. Dort verteilte er regelmäßig Süßigkeiten an Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft. Dieses Verhalten brachte ihm den Spitznamen „The Candy Man” ein, eine Bezeichnung, die später von den Medien aufgegriffen wurde. Zu diesem Zeitpunkt ahnte niemand, dass sich hinter dem freundlichen Auftreten eine der grausamsten Mordserien in der US-amerikanischen Kriminalgeschichte entwickeln würde.
Zwischen 1970 und 1973 entführte, misshandelte und tötete Corll nachweislich 28 Jungen und junge Männer im Alter von etwa 13 bis 20 Jahren. Die meisten seiner Opfer stammten aus Arbeiterfamilien in Houston Heights oder den umliegenden Vierteln. Viele kannten Corll persönlich, andere wurden über Freunde mit ihm bekannt gemacht. Zwei von ihnen, Elmer Wayne Henley und David Brooks, wurden zu seinen Komplizen. Sie halfen dabei, Opfer unter dem Vorwand von Partys, Alkohol oder Geld anzulocken.
Die Taten folgten einem wiederkehrenden Muster. Corll brachte die Jungen in sein Haus oder andere angemietete Objekte, fesselte sie an ein speziell konstruiertes Folterbrett, missbrauchte sie sexuell und tötete sie anschließend durch Strangulation oder Erschießen. Die Leichen vergrub er systematisch: Zunächst tat er dies in einem Bootsschuppen in Houston, später zusätzlich am High Island Beach und in der Nähe des Sam Rayburn Reservoirs. Da die Opfer häufig als Ausreißer galten, wurden die Ermittlungen zunächst erschwert.
Der Wendepunkt kam am 8. August 1973. In Corlls Haus geriet er mit Henley in Streit. Als Corll eine weitere Tötung plante, erschoss Henley ihn mit einer Pistole. Anschließend alarmierte er die Polizei und gestand die Verbrechen. Seine Aussagen führten die Ermittler zu den verschiedenen Grabstätten. Insgesamt wurden 28 Leichen geborgen – zu diesem Zeitpunkt die höchste bestätigte Opferzahl eines Serienmörders in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Corll selbst wurde jedoch nie angeklagt oder psychiatrisch begutachtet, da er vor seiner Festnahme starb. Seine Komplizen wurden zu mehrfachen lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Der Fall ging als „Houston Mass Murders“ in die Kriminalgeschichte ein und führte zu einer verstärkten Sensibilisierung im Umgang mit vermissten Jugendlichen.
Dean Corll hatte jahrelang unauffällig in einer Nachbarschaft gelebt, in der er als freundlich galt. Hinter dieser Fassade entwickelte sich jedoch ein Täter, der systematisch vorging, seine Umgebung, seine Komplizen und das Vertrauen Jugendlicher ausnutzte und dessen Verbrechen erst durch eine interne Eskalation ans Licht kamen.
Weitere dokumentierte Hinweise
1
Dean Arnold Corll – Eine Täteranalyse
Dean Arnold Corll war kein impulsiver Täter, sondern ein Serienmörder, der strukturiert vorging und langfristig plante. Die belegten Fakten aus den Ermittlungsakten sowie die Aussagen seiner Komplizen zeigen ein klares Muster aus Kontrolle, Manipulation und systematischer Gewalt.
Corll nutzte sein unauffälliges Auftreten gezielt. Er galt als ruhig, höflich und hilfsbereit. Er arbeitete im Süßwarengeschäft seiner Mutter und gab Jugendlichen kostenlos Süßigkeiten. Diese soziale Tarnung verschaffte ihm Zugang zu jungen Menschen und schuf Vertrauen. Sein Spitzname „The Candy Man” entstand durch dieses Verhalten und wurde später von den Medien übernommen.
Für seine Taten war Kontrolle zentral. Er konstruierte ein spezielles Folterbrett, an das seine Opfer gefesselt wurden. Diese Vorbereitung zeigt Planung, Organisation und Wiederholungsstruktur. Die Gewalt war nicht spontan, sondern ritualisiert im Ablauf: Die Opfer wurden von Komplizen angelockt, gefesselt, sexuell missbraucht, getötet und anschließend ihre Leichen systematisch beseitigt. Die Vergrabung der Leichen an mehreren Orten deutet auf ein strategisches Vorgehen zur Vermeidung der Entdeckung hin.
Die Einbindung der Jugendlichen Elmer Wayne Henley und David Brooks ist ein zentrales Merkmal seiner Täterpersönlichkeit. Corll delegierte das Anwerben von Opfern, übte Druck aus und schuf eine Dynamik aus Abhängigkeit, Angst und Mitwisserschaft. Dadurch minimierte er sein eigenes Risiko und stabilisierte seine Kontrolle über die Situation.
Zeugenaussagen belegen einen klaren sexualsadistischen Aspekt, da die Opfer vor der Tötung misshandelt und sexuell missbraucht wurden. Die Gewalt diente nicht nur der Tötung, sondern war Teil des Tatgeschehens. Dennoch existiert keine offizielle psychiatrische Diagnose, da Corll vor einer Gerichtsverhandlung starb.
Aus kriminalpsychologischer Sicht lässt sein Verhalten auf ausgeprägte antisoziale Züge schließen: Empathiemangel, instrumentelle Nutzung anderer Menschen und fehlende erkennbare Reue. Hinzu kommt ein starkes Kontrollbedürfnis, das sich in der Planung, Durchführung und Leichenbeseitigung widerspiegelt.
Corlls Mordserie endete nicht durch Ermittlungsdruck, sondern durch eine interne Eskalation: Henley erschoss ihn am 8. August 1973. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Corll über mehrere Jahre hinweg unentdeckt agiert – ein Hinweis auf seine Fähigkeit zur sozialen Tarnung und zur strukturierten Begehung schwerster Gewaltverbrechen.
2
Dean Arnold Corll – Victimology-Analyse
Die Auswahl der Opfer im Fall Dean Corll zeigt ein klares, belegbares Muster. Zwischen 1970 und 1973 tötete er nachweislich 28 Jungen und junge Männer im Raum Houston, Texas. Die Analyse der Opfermerkmale verdeutlicht, dass Corll nicht wahllos handelte, sondern eine bestimmte soziale Gruppe gezielt auswählte.
Die Opfer waren überwiegend männlich und zwischen etwa 13 und 20 Jahre alt. Die Mehrheit stammte aus Arbeiter- oder unteren Mittelschichtfamilien im Stadtteil Houston Heights und den angrenzenden Vierteln. Viele von ihnen lebten in instabilen familiären Verhältnissen oder galten bereits als „schwierig” oder rebellisch. Einige von ihnen waren zuvor als Ausreißer gemeldet worden, weshalb ihr Verschwinden in den frühen 1970er-Jahren zunächst weniger intensiv verfolgt wurde.
Ein zentrales Merkmal der Victimologie ist die Nähe zum Täter. Viele der Opfer kannten Corll direkt oder indirekt. Er hatte über sein Süßwarengeschäft sowie über soziale Kontakte Zugang zu Jugendlichen. Von entscheidender Bedeutung war die Rolle seiner Komplizen, Elmer Wayne Henley und David Brooks. Beide waren selbst Jugendliche und warben weitere Jungen an, oft unter dem Vorwand von Partys, Alkohol oder Geld. Dadurch entstand eine Vertrauenskette: Die Opfer wurden nicht von einem fremden Erwachsenen, sondern von Gleichaltrigen angelockt.
Sozial gesehen gehörten viele der Opfer zu Gruppen, die nur wenig Aufmerksamkeit erhielten. In mehreren Fällen reagierten die Behörden zunächst zurückhaltend, da vermutet wurde, die Jugendlichen seien freiwillig weggelaufen. Diese Einschätzung reduzierte den unmittelbaren Ermittlungsdruck – ein Faktor, der Corlls Taten begünstigte.
Es gibt keine Hinweise auf eine ethnisch klar definierte Zielgruppe. Die Opfer waren überwiegend weiße Jugendliche aus der Region, was der Bevölkerungsstruktur des Viertels entsprach. Entscheidend waren weniger die Ethnie als vielmehr die Verfügbarkeit, das Alter und die soziale Verwundbarkeit.
Die Auswahl der Opfer folgte zudem einem entwicklungspsychologischen Muster: Sie befanden sich in einer Phase zwischen Kindheit und Erwachsensein – alt genug, um selbstständig unterwegs zu sein, und doch noch jung genug, um leicht manipulierbar zu bleiben. Dieses Altersfenster bot dem Täter Kontrolle bei gleichzeitig geringem Entdeckungsrisiko.
Zusammenfassend ergibt sich aus der Victimologie folgendes Bild: Corll wählte gezielt junge männliche Jugendliche aus seinem unmittelbaren sozialen Umfeld aus. Diese waren sozial verwundbar, leicht zugänglich und durch Gleichaltrige beeinflussbar. Die Opfer waren keine zufälligen Passanten, sondern Teil eines eng umrissenen sozialen Milieus, das ihm über Jahre hinweg wiederkehrenden Zugriff ermöglichte.
3
Dean Arnold Corll - Die Opfer
Hinweis: Die exakten Todesdaten sind in vielen Fällen nicht sicher rekonstruierbar. Die folgende Timeline orientiert sich an den dokumentierten Vermissten- bzw. mutmaßlichen Todesdaten und der späteren Identifizierung der Leichen durch Ermittlungsbehörden.
1970
James Glass (14) – Vermisst seit: 25.09.1970 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: kurz nach Verschwinden (mutmaßlich)
Danny Yates (14) – Vermisst seit: 13.12.1970 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: kurz nach Verschwinden (mutmaßlich)
1971
Donald Waldrop (15) – Vermisst seit: 30.01.1971 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Jerry Waldrop (13) – Vermisst seit: 30.01.1971 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Ronald Doyle (19) – Vermisst seit: 09.03.1971 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Richard Kepner (19) – Vermisst seit: 21.05.1971 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Billy Baulch Jr. (17) – Vermisst seit: 29.05.1971 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Wally Simoneaux (14) – Vermisst seit: 17.08.1971 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
1972
Frank Aguirre (18) – Vermisst seit: 24.01.1972 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Mark Scott (17) – Vermisst seit: 19.03.1972 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Jeffrey Konen (18) – Vermisst seit: 20.04.1972 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Edward Smith (14) – Vermisst seit: 21.04.1972 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Ernest Sterling (17) – Vermisst seit: 13.05.1972 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
David Hilligiest (13) – Vermisst seit: 21.08.1972 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Gregory Malley (15) – Vermisst seit: 21.08.1972 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Timothy Cordray (13) – Vermisst seit: 26.10.1972 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Joseph Lyles (17) – Vermisst seit: 15.12.1972 · Gefunden am: Aug 1973 (Bootsschuppen) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
1973
Fred Aguirre (15) – Vermisst seit: 04.02.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (High Island) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Edward Moore (14) – Vermisst seit: 07.03.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (High Island) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
William Humphrey (14) – Vermisst seit: 15.04.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (High Island) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Michael Baulch (15) – Vermisst seit: 20.04.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (High Island) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
John Sellars (17) – Vermisst seit: 07.05.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (High Island) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Charles Cobble (17) – Vermisst seit: 01.06.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (High Island) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Jimmy McCracken (17) – Vermisst seit: 19.07.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (Sam Rayburn Reservoir) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Mark Johnston (15) – Vermisst seit: 25.07.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (Sam Rayburn Reservoir) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Daniel Yates (18) – Vermisst seit: 03.08.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (Sam Rayburn Reservoir) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Randy Johnson (17) – Vermisst seit: 03.08.1973 · Gefunden am: Aug 1973 (Sam Rayburn Reservoir) · Todeszeitraum: mutmaßlich zeitnah
Am 8. August 1973 wurde Corll von seinem Komplizen Elmer Wayne Henley erschossen. Sein Geständnis führte zur Aufdeckung der Massengräber und zur Identifizierung der Opfer. Zum Zeitpunkt der Aufdeckung war dies die höchste bestätigte Opferzahl eines Serienmörders in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Tatabläufe
Die Abläufe der Taten sind in wesentlichen Punkten durch Ermittlungsakten, forensische Befunde sowie die Aussagen der Komplizen Elmer Wayne Henley und David Brooks dokumentiert. Corll selbst wurde nie vernommen, da er 1973 starb, doch die Rekonstruktion gilt als belastbar.
1) Anbahnung und Anlocken (belegt)
• Die meisten Opfer wurden über Henley oder Brooks angesprochen.
• Lockmittel: Partys, Alkohol, Marihuana, Geld oder Versprechen sozialer Kontakte.
• Häufig handelte es sich um Bekannte aus Houston Heights; einige Opfer kannten Corll bereits.
Diese Vorgehensweise reduzierte Misstrauen und senkte das Entdeckungsrisiko.
2) Tatorte (belegt)
• Zunächst Corlls Wohnadresse(n) in Houston Heights.
• Später u. a. ein gemieteter Bootsschuppen in Houston als Ablageort.
• Weitere Grabstätten: High Island (Texas) und Sam Rayburn Reservoir.
Die eigentlichen Taten fanden in privaten Räumen statt; die Leichen wurden an separaten Orten vergraben.
3) Fesselung und Kontrolle (belegt)
• Corll konstruierte ein hölzernes „Folterbrett“ mit Hand- und Fußfesseln.
• Opfer wurden gefesselt und über Stunden festgehalten.
• Die Komplizen halfen beim Fixieren oder Bewachen.
Das Brett wurde nach der Tatserie von der Polizei sichergestellt und fotografisch dokumentiert.
4) Misshandlung und Tötung (belegt)
• Zeugenaussagen bestätigen sexuelle Gewalt vor der Tötung.
• Todesarten laut Ermittlungen: meist Strangulation; in einigen Fällen Erschießen.
• Forensische Befunde stützten Aussagen zu Fesselung und Gewalteinwirkung.
Die Tötungen folgten einem wiederkehrenden Muster: Anlocken → Fesseln → Missbrauch → Tötung.
5) Beseitigung der Leichen (belegt)
• Leichen wurden in Plastik eingewickelt.
• Systematische Vergrabung an zuvor ausgewählten Orten.
• Mehrere Opfer in Massengräbern (z. B. im Bootsschuppen).
Henley führte Ermittler nach Corlls Tod zu den Grabstätten; insgesamt wurden 28 Leichen geborgen.
6) Rollenverteilung (belegt)
• Corll war Initiator und Haupttäter.
• Henley und Brooks warben Opfer an und assistierten.
• In späteren Taten wurde die Beteiligung der Komplizen aktiver (Bewachung, Mitwirkung).
Gerichte verurteilten Henley und Brooks zu mehrfachen lebenslangen Haftstrafen.
Einordnung
Belegt ist ein klar strukturierter, wiederkehrender Tatablauf mit Vorbereitung, technischer Kontrolle (Fesselbrett), Delegation an Komplizen und geplanter Leichenbeseitigung. Die Serie endete nicht durch Ermittlungsdruck, sondern durch eine interne Eskalation am 8. August 1973, als Henley Corll erschoss und anschließend die Polizei informierte.